Seefahrt ist Not

Gefafahrvoller Broterwerb im ausgehenden
19. Jh. (1877 - 1900)



Buchtext
Seefahrt ist Not

"Seefahrt ist Not", drei Worte, die ein Problempaket andeuten, dessen Ausmaß gegenwärtig noch schwer nachvollziehbar ist. Zwar spielt die Schifffahrt auch heute noch für Wirtschaft und Gesellschaft eine überlebenswichtige Rolle, und auch heute gibt es noch Unfälle auf See, die Menschenleben kosten. Aber längst ist der deutsche Nordwesten nicht mehr so sehr von der Seefahrt geprägt, wie noch im ausklingenden 19. Jahrhundert (1877 - 1900), als es zumindest in den Fehngebieten keine Familie gab, in der nicht mindestens ein Mann sein Brot und das seiner Familie an Bord verdiente.

Das Ehrenmal in der 1. Südwieke in Westrhauderfehn will an die Menschen erinnern, die auf Flüssen und Kanälen, in den Küstengewässern und in den Weltmeeren tausendfaches Leid ertragen und tausendfach nicht überlebt haben. Ohne sie wäre die wirtschaftliche Entwicklung der Fehne nicht möglich gewesen. Nirgendwo trifft der Spruch. "Des Ersten Tod, des Zweiten Not, des Dritten Brot" mehr zu als auf die Schifffahrt, zumal die Schiffer und ihre Familien oft auch Landstellen oder Kolonate bearbeiteten.

Softcover
250 Seiten
20 Abbildungen
21,50 Euro



Leseprobe

Drei "Einigungskriege" wurden ausgefochten, so dass das erste deutsche Reich letztlich aus dem auf den Schlachtfeldern des "deutsch-dänischen" (1864), des "deutsch-österreichischen" (1866) und schließlich des "deutsch-französischen" Krieges (1870/71) geflossenen Blut hervorging. Hundertausende hatten sterben müssen, bevor das deutsche Reich geboren werden konnte. Als nach diesem (vorläufig) letzten Krieg der Jahre 1870/71die Wirtschaft und mit ihr die Schifffahrt sowohl in Deutschland als auch in den anderen Seefahrer-Nationen wieder in Schwung kam, nahm auch der Verkehr auf Binnengewässern und auf den Weltmeeren zu, die damit verbundenen Probleme ebenfalls. Die Zahl der Unfälle und die damit verbundenen Nöte nahm ebenfalls zu. Gleichzeitig gewann die Problematik der Seefahrt dadurch eine neue Qualität, dass die ersten Dampfer in See stachen und begannen, die Segelschifffahrt zu verdrängen. Bevor es soweit war, kam es vermehrt zu Kollisionen, durch die Kapitäne und Schiffsführer der ausschließlich windbetriebenen Wasserfahrzeuge und deren Besatzungen zusätzlicher Gefahr ausgesetzt waren. Auf der Grundlage des 1877 verabschiedeten Seeunfallgesetzes wurden Seeämter eingerichtet, die Seeunfälle untersuchen sollten. Die Effizienz dieser Gremien war dadurch eingeschränkt, dass nur dann "verhandelt" werden konnte, wenn es Unfallzeugen gab. Die stattgefundenen Beratungen der Seeämter ergeben in der Summe einen umfassenden Einblick in das Unfallgeschehen auf See. Es wird auch erkennbar, dass es um die Qualifikation der Kapitäne und Schiffsführer nicht immer zum besten bestellt war. Die Politik zog daraus die Konsequenz, zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten zu schaffen und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an Bord und auf See zu ergreifen. Die eher trockene Berichterstattung über die Seeamts-Verhandlungen erhellt das Geschehen an Bord und auf See nur begrenzt, Berichte von Dabeigewesenen und von Rettern gewähren zusätzliche Einblicke.



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